Wer in der Ausbildung zufrieden ist, erzählt es weiter: in der Klasse, im Verein, in der Familie. Eine Mitarbeiterempfehlung nutzt diese Wirkung gezielt. Sie ist oft glaubwürdiger als jede Anzeige.
Warum es funktioniert
- Empfehlungen kommen von Menschen, die den Betrieb kennen.
- Empfohlene Personen haben realistische Erwartungen.
- Der Kontakt entsteht auf Augenhöhe.
So bauen Sie ein Programm auf
- Zufriedenheit prüfen: Nur wer gern im Betrieb ist, empfiehlt gern.
- Einladen statt verpflichten: Empfehlung ist freiwillig.
- Einfache Wege anbieten: Ein Link, eine Karte, ein Schnuppertag zum Mitbringen.
- Danke sagen: Eine kleine Anerkennung, unabhängig vom Ergebnis.
- Rückmeldung geben: Empfehlende erfahren, was aus dem Kontakt wurde.
Anreize mit Augenmaß
- Prämien erst nach bestandener Probezeit (Probezeit) auszahlen
- Sachleistungen, Teamevents oder Gutscheine statt hoher Beträge
- Keine Konkurrenz zwischen Auszubildenden erzeugen
Ein Beispiel aus dem Betrieb
Eine Bäckerei mit mehreren Filialen führt „Bring eine Freundin mit“ ein. Auszubildende dürfen eine Person zum Schnuppertag mitbringen. Am Ende erhalten beide ein kleines Dankeschön und ein gemeinsames Foto, wenn sie zustimmen. Wird die eingeladene Person später Auszubildende und besteht die Probezeit, gibt es für die Empfehlende eine Anerkennung in Form eines freien Tages. Es gibt kein Wettrennen, keine Rangliste und keinen Druck. Gerade das macht das Angebot glaubwürdig.
Fragen, die Betriebe oft stellen
- Dürfen wir Prämien zahlen? Ja, grundsätzlich möglich. Klären Sie steuer- und sozialversicherungsrechtliche Fragen mit Ihrer Steuerberatung.
- Was, wenn die empfohlene Person nicht passt? Dann gilt dasselbe Verfahren wie für alle Bewerbenden. Das erklären Sie vorab beiden Seiten offen.
- Entsteht Druck unter den Auszubildenden? Nur, wenn Sie Ergebnisse vergleichen oder veröffentlichen. Verzichten Sie darauf.
- Und wenn niemand empfiehlt? Dann ist das ein Hinweis, kein Vorwurf. Fragen Sie nach, was fehlt.
Rückmeldung als Kontrolle der Ausbildung
Wenn Auszubildende nicht gern empfehlen, ist das ein wertvolles Signal. Fragen Sie nach: Was müsste besser sein, damit du uns weiterempfehlen würdest? Aus solchen Gesprächen entstehen oft die besten Verbesserungen für Ausbildung und Bindung.
Kommunikationsmittel für Empfehlungen
- Eine Karte oder ein Link, den Auszubildende weitergeben können
- Ein Bericht über den Schnuppertag zum Weiterleiten
- Ein kurzes Video von Auszubildenden für Auszubildende
- Ein Gesprächsleitfaden: Was kann ich über meinen Betrieb erzählen?
Fazit
Empfehlungen sind ein Zeichen für gelungene Ausbildung. Wer sie fördert, gewinnt Bewerbungen und lernt zugleich, was im Betrieb gut läuft.
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