Ein strukturiertes Interview stellt allen Bewerbenden dieselben Fragen und bewertet die Antworten nach gemeinsam festgelegten Kriterien. Es ist weniger anfällig für Sympathie und Zufall als ein freies Gespräch.
Der Leitfaden
- Einstieg: Ablauf erklären, Nervosität nehmen
- Fragen zur Person: Motivation, Interessen, Erwartungen
- Verhaltensfragen: Konkrete Situationen aus Schule, Praktikum oder Freizeit (Kompetenzinterview)
- Situationsfragen: Was würden Sie tun, wenn …?
- Abschluss: Fragen der Bewerbenden, nächste Schritte
Beispielfragen für Auszubildende
- Erzähl von einer Situation, in der du mit anderen etwas gemeinsam geschafft hast. Was war deine Rolle?
- Was machst du, wenn du etwas nicht verstehst?
- Was würdest du tun, wenn ein Teammitglied nicht mitarbeitet?
Bewerten
Notieren Sie wörtlich, was gesagt wird, und ordnen Sie die Antworten erst danach den Kriterien zu. Nutzen Sie Verhaltensanker, damit alle dieselbe Skala anwenden. Zwei Personen im Gespräch verringern Beobachtungsfehler.
Fazit
Struktur macht Gespräche fairer, nicht kälter. Mit freundlichem Ton und klaren Fragen entsteht ein Gespräch, das beiden Seiten hilft.
Dazu im Video
▶ 0:33Strukturiertes Interview kurz erklärt
Warum feste Fragen und klare Kriterien Gespräche fairer machen.
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