Ein Schülerpraktikum ist für viele Jugendliche der erste echte Einblick in die Arbeitswelt. Für Betriebe ist es eine Chance, junge Menschen früh kennenzulernen und als Arbeitgeber in Erinnerung zu bleiben.
Vorbereitung
- Ansprechperson und Vertretung festlegen
- Aufgaben passend zum Alter wählen, ohne Überforderung
- Arbeitsschutz und Jugendarbeitsschutz beachten
- Mit der Schule Zeitraum, Ziele und Nachweise abstimmen
Ein Beispiel für eine Woche
- Montag: Begrüßung, Rundgang, Sicherheitsunterweisung, kleine Aufgabe
- Dienstag und Mittwoch: Mitarbeit in zwei Abteilungen oder Bereichen
- Donnerstag: Eigenes kleines Projekt oder Teamaufgabe
- Freitag: Präsentation, Rückmeldung und Ausblick
Was Jugendliche schätzen
- Ernst genommen werden und echte Aufgaben bekommen
- Fragen stellen dürfen
- Mit Auszubildenden sprechen
- Eine Rückmeldung, die konkret ist (Rückmeldegespräch)
Nach dem Praktikum
Bedanken Sie sich, geben Sie eine Rückmeldung und halten Sie lose Kontakt, zum Beispiel mit einer Einladung zum nächsten Tag der offenen Tür. Daten dürfen Sie nur mit Einwilligung speichern (Einwilligung).
Ein Beispiel für einen Tagesplan
Der erste Tag beginnt um 8 Uhr mit einer Begrüßung durch die Ausbildungsleiterin. Es folgen Rundgang und Sicherheitsunterweisung, danach eine erste einfache Aufgabe mit Anleitung. Mittags isst die Praktikantin mit den Auszubildenden. Nachmittags darf sie eine Aufgabe selbst ausprobieren. Am Ende des Tages fragt die Betreuerin: Was war neu? Was hat dir gefallen? Was war unklar? Eine Notiz in einem kleinen Praktikumsheft hilft später beim Abschlussgespräch und beim Bericht für die Schule.
Was Sie vor dem Start klären sollten
- Wer ist verantwortlich, wer vertritt?
- Welche Tätigkeiten sind für Minderjährige erlaubt, welche nicht? Beachten Sie die Vorschriften zum Jugendarbeitsschutz.
- Welche Arbeitskleidung und Schutzausrüstung wird gestellt?
- Wie ist die Versicherung geregelt? Das klärt meist die Schule.
- Wie erfahren die Eltern, wo ihr Kind ist und wer erreichbar ist?
Aufgaben, die gut funktionieren
- Eine kleine Aufgabe von Anfang bis Ende, etwa ein Produkt zusammenbauen
- Eine Recherche oder eine Befragung im Betrieb, die die Praktikantin präsentiert
- Ein Teamspiel oder eine Planungsübung mit anderen Auszubildenden
- Ein Tag im Außendienst oder bei Kunden, wenn es sinnvoll und sicher ist
Typische Fehler
- Nur Zuschauen oder Hilfsarbeiten ohne Bezug zum Beruf
- Keine feste Ansprechperson
- Kein Gespräch zum Abschluss
- Zu viele neue Namen und Begriffe am ersten Tag
Ein gelungenes Praktikum erkennen Sie daran, dass die Person am Ende erzählen kann, was sie gelernt hat, und weiß, ob sie den Beruf ausprobieren möchte (Berufsorientierung).
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