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Jugendschutz und Rechte bei Gaming-Veranstaltungen: Was Veranstalter wissen sollten

Altersfreigaben, Lizenzen, Bildrechte und Aufsicht: Eine Orientierung für Turniere und Aktionen mit Jugendlichen. Keine Rechtsberatung.

Redaktion GameRecruit · Stand: Oktober 2026

Wer ein Turnier oder eine Spielaktion mit Jugendlichen plant, trägt Verantwortung. Dieser Artikel gibt eine Orientierung. Er ersetzt keine Rechtsberatung. Bei Unsicherheit helfen Jugendamt, Verband oder eine fachkundige Beratung.

1. Altersfreigaben beachten

In Deutschland sind die Kennzeichen der USK nach dem Jugendschutzgesetz verbindlich. Ein Spiel „ab 16“ darf Jüngeren nicht zugänglich gemacht werden. International wird PEGI verwendet. Wählen Sie Spiele, die für die jüngste Teilnehmerin oder den jüngsten Teilnehmer freigegeben sind.

2. Nutzungsrechte klären

Bei öffentlichen oder kommerziellen Veranstaltungen kann die Zustimmung der Spielehersteller erforderlich sein. Viele Hersteller veröffentlichen ihre Bedingungen. Prüfen Sie vorab, ob Ihre Veranstaltung erlaubt ist und ob Streams möglich sind (Streaming).

3. Bild- und Tonrechte

Fotos und Videos benötigen die Einwilligung der gezeigten Personen, bei Minderjährigen der Sorgeberechtigten (Recht am eigenen Bild). Informieren Sie vorab, wo fotografiert wird, und bieten Sie Bereiche ohne Kamera an. Prüfen Sie auch Musik und Einblendungen.

4. Datenschutz

Bei Anmeldungen werden Daten erhoben. Sammeln Sie nur, was nötig ist, informieren Sie transparent und löschen Sie nach der Veranstaltung (Einwilligung, Löschkonzept).

5. Aufsicht und Sicherheit

  • Genügend erwachsene Aufsichtspersonen für die Anzahl der Jugendlichen
  • Pausenregeln und Bildschirmzeiten festlegen
  • Ansprechperson für Probleme und Konflikte benennen
  • Notfallplan und Erste-Hilfe-Ausstattung (Notfallplan)
  • Alkohol-, Nikotin- und Glücksspielverbot für Jugendliche

6. Kaufanreize begrenzen

Viele Spiele locken mit Käufen. Wählen Sie Spiele ohne Kaufdruck oder sperren Sie Käufe, und verzichten Sie auf Zufallsbelohnungen.

Fazit

Mit guter Vorbereitung lassen sich Gaming-Veranstaltungen sicher und fair durchführen. Das stärkt das Vertrauen von Schulen, Eltern und Teilnehmenden.